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Die Feldmark
Bekanntlich werten die Urkunden für die Siedlungsgeschichte der
ältesten Zeit meist geringen Ertrag ab. Sie werden meist nur eini-
ges Licht in eine sonst dunkle Nacht und erhellen nur hier und da
ein wenig oder garnichts aus. Neben die Urkunde tritt nun die Feld-
mark. Nur bedarf auch die Sprache der Feldmark der Deutung, dabei
braucht kaum hervorgehoben zu werden, das die Deutung einmal fehl
gehen und irren kann.
Die heutige Großenmarper Gemarkung ist bemerkenswert gross, da
2 andere in ihr aufgegangen sind: Die Hestruper und die Süntruper.
Es wird auch über diese einiges zu sagen sein, hier baten wir es
zuerst nur mit der Großenmarper Feldmark zu tun.
Die Grenze der Feldmark nach Wöhren, Kleinenmarpe, Donop und
Sommersell hin liegt fest und braucht darum nicht beschrieben zu
werden, andern aber steht es mit der Grenze nach Hestrup-Süntrup.
Hier lief die Grenze vorn Püllenberge Über die Alte Breite vor dem
Lohfelde her bis ins Bachtal der Marpe und an der Marpe entlang.
Süntrup grenzt mit dem sogenannten "Kamp Süntrup" hier bis an
die Marpe. Dann bildeten die Wiesen an der Marpe die weitere Grenze.
Das Hohlbruch war Großenmarper Gebiet, während das Gelände, auf
dem nun die Höfe Brannolte und Hausmann liegen, nach Süntrup gehört
Es bedarf keinen weiteren Nachweises, dass der älteste Kulturboden
rings um des Dorf zu suchen ist. Im Steinbrinke und Südfelde, am
Hohlwege und am Hellwege nach Donop hin, werden schon die ersten
Siedler ihre Felder bestellt haben. Von der späteren Rodetätigkeit
legen die um 1366 genannten Flurnamen: Rode, Lütke Rode, Zeugnis ab
- es ist die Gegend nach Altendonop hin. Die Rodung wird jedoch er-
heblich älter sein. Innerhalb der Feldmark finden wir 1557 und 1643
noch einige Waldbestände. Am Wege nach Donop hatte Brand etwa 6 - 8
Scheffelsaat Holz, Wortmann, Tielmeier und Kohring vor dem Heinholze
einige Schs. auch waren das Wied und der Eimkenbusch noch bewaldet.
Im Eimkenbusch war jedoch schon vor 1500 ein Stück etwa bis zur Gie-
selkuhle gerodet, es ist die Fläche, die jetzt "auf dem Kampe" oder
"Giesselschling" genannt wird. Sonst ist der Eimken-
busch erst nach 1845 gerodet worden. Möglich dass 1643 noch weitere
kleine Waldbestände in der Gemarkung zu finden waren, die seitdem
der Axt zum Opfer gefallen sind. Im Wesentlichen war jedoch die
Feldmark