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Am 28.5.1497 wird Alhard v.d.Bussche mit 2 Höfen zu Sullentorpe
"belegen bei Grossenmarpe nach Blomberge" belehnt, 1524 aber die
v. Exterde, zuerst Friedrich v. Extere, indem dessen Vater Heiden-
reich v. Exterde die einzige Tochter Alhard v.d. Busche geheiratet
hat- te (Reg. 2325). Die Exterde sassen auf Herberhausen und haben bis in
die Neuzeit Süntrup besessen. Nach Herberhausen war die gesamte Sün-
truper Feldmark, die an die Höfe Wortmann, Brannolte, Hausmann, We-
semann 38 und Goscher aufgeteilt war, abgabepflichtig. Das Süntruper
Holz - 1738 noch Waldbestand, seitdem gerodet und 194 Schs. gross -
gehörte ebenfalls dahin. Grossenmarpe und Istrup hatten Hudeberech-
tigung. Bei der Hudenablösung behielt Niemeier Herberhausen 112
Schs. Grossenmarpe erhielt 44 Schs., Istrup 12 Schs., die Meierei
Blomberg und Riechenmeier den Rest. 1854 verkaufte Niemeier seinen
Anteil an v. Kerssenbrock, der später das meiste an Hausmann über-
lassen hat.
Die Süntruper Gemarkung ist über 600 Schs. gross.
In Süntrup war auch die Abtei Herford begütert. Nach Darpe werden
belehnt:
um 1324 Alrad v.d.Busche mit der "curia" in Sullinctorpe (S.162)
um 1467 v.Wend ... . mit dem "Hof in Sullinctorpe (S. 268)
um 1470 Bruno v.Donop "curia in Sullinctorpe", 1486, 1494, 1497
wieder v. Wend.
Nach Reg. 2820 soll dieses Lehen 1549 mit den übrigen Wendt'schen
Gütern an die Lippische Landesherrschaft gefallen sein. Dieser Besitz
lag an Rande der Süntruper Gemarkung, an der Chaussee nach Blomberg,
unterhalb Wöhren, und wird In der Regel auch mit dem Herforder Be-
sitz in Wöhren zusammengestellt. (Darpe S. 260, 267, 278, 281, 289).
Oetting in Großenmarpe hatte 1643 18 Schs. in Süntrup und in
Blomberger Amts- und Kornrehnungen (1590 - 1599) findet sich die
aussergewöhnliche Notiz: Hermann Ottingk 8 Daler von einen ortt
Landes uff grefen Breden und v.X. Gr. Heren in Meigerstadt verlehnt".
Es ist die sogenannte Graben Breite am benannten Ort an der Chausses
die 1845 39 Schs. gross wer und bis vor kurzem an den Oetting'schen
Hof gehört hat. Vielleicht ist auch einigen aus diesen Herforder
Besitz an den Meierhof in Wöhren gekommen, ob auch die Echternbreite
dazu gehörte ?
Wir sehen aber, dass durch die Hesstrup-Süntruper Feldmark die
Großenmarper Feldmark um etwa 1500 Schs. gewachsen ist.